Filmgeschichten

Spiel – Geld – Müßig­gang

Filme erzählen Geschicht­en und sind gleichzeitig Ab­bild von Geschichte. Mit der Rei­he Filmgeschicht­en präsen­tiert das Film­fo­rum regelmäßig filmhis­torische Pro­gramme, in de­nen aus­gewählte The­men und Mo­tive in den Blick genom­men und durch die Filmgeschichte ver­fol­gt wer­den. In der Kom­bi­na­tion von Klas­sik­ern und neuen Fil­men un­ter­schiedlich­er Herkunft wird die Viel­seitigkeit filmischen Erzäh­lens er­leb­bar. Wie ver­mit­telt der Film die Geschicht­en, die er erzählt? Welche Bildges­tal­tung und Blick­struk­tur fall­en auf? Und welche Filme gel­ten im Rah­men der Filmgeschichtsschrei­bung als dauer­haft und warum? Der Ki­nozuschauer ist ein­ge­la­den, den Blick für ver­schie­dene Film­sprachen und Le­sarten von filmischen Bildern zu schär­fen und Filmgeschichte neu zu ent­deck­en.

Nach­dem bere­its die Mo­tive Spiel und Geld beleuchtet wurde, wid­men wir uns zum Ab­sch­luss dem Müßig­gang im Film.

Hi­er kön­nen Sie das voll­ständige Pro­gramm down­loa­d­en

Mi 19.00 Uhr Film
ifs - Dok-Five: Dok-Film-Reihe<br>ORGANISATION WERWOLF – Hitlers letztes Aufgebot / Vietnam und die Deutschen
Datum: Mittwoch, 18. Juli, 19:00 Uhr
Veranstalter: ifs internationale filmschule köln im Rahmen des Filmforums NRW e.V.
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

ORGANISATION WERWOLF – Hitlers letztes Aufgebot
D 2012, 45‘, DCP, R: Natascha Walter, P: ZDF History, Masterclass Non-Fiction 2009
Vietnam Und Die Deutschen
D 2013, 45‘, DCP, R: Annette Baumeister, P: ZDF History, Masterclass Non-Fiction 2011

Aus Anlass des 5. Jubiläums der Masterclass Non-Fiction zeigen wir zwei Produktionen von ZDF-History: »Organisation Werwolf – Hitlers letztes Aufgebot« ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen der NS-Organisation. »Werwolf«, die bei Kriegsende in Deutschland Angst und Schrecken verbreitete. »Vietnam und die Deutschen« beleuchtet in bisher unveröffentlichten Filmaufnahmen und Erinnerungen von Zeitzeugen die Hintergründe der ersten humanitären Auslandsmission der Bundesrepublik: Junge Freiwillige reisten an Bord des Lazarettschiffs »Helgoland« ins umkämpfte Südvietnam, um verletzte Zivilisten medizinisch zu betreuen. Anschließend Gespräch mit den FilmemacherInnen.

Do 19.00 Uhr Film
Filmgeschichten: Rache - Schuld – Vergebung<br>Rocco und seine Brüder
Datum: Donnerstag, 19. Juli, 19:00 Uhr
Preis: 6,50 €
Karten nur an der Abendkasse
5,50 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Filmforum NRW
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

I/F 1960, 177’, DCP, OmU, R: Luchino Visconti, mit Alain Delon, Renato Salvatori, Annie Girardot, Claudia Cardinale
Einführung: Sven von Reden (Filmkritiker)

Rocco und seine Brüder ziehen aus dem Süden Italiens nach Mailand, um dort ihr Glück zu finden. Als die Prostituierte Nadia auftaucht, kommt es zu Rivalitäten, die in einem brutalen Rachefeldzug münden. Schonungslos kontrastiert Luchino Visconti in seinem epischen Familiendrama Gewalt gegen Opferbereitschaft und spricht beide schuldig.

So 18.00 Uhr Film
Filmprogramm „Voices in Dispersion“ zur Ausstellung Haegue Yang<br>Dear Pyongyang
Datum: Sonntag, 22. Juli, 18:00 Uhr
Preis: 6,50 €
Karten nur an der Abendkasse
5,50 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Museum Ludwig
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

Begleitend zur Ausstellung ETA 1994–2018 im Museum Ludwig hat Haegue Yang ein umfangreiches Filmprogramm zum Thema Diaspora und Dispersion mit dem Fokus auf Asien sowie die politische Lage Nord- und Südkoreas und Geschichten der Migration konzipiert.

J 2005, 107‘, DVD, OmeU, R: Yang Yong-hi

Dear Pyongyang ist eine bewegende, scharfe, tragisch-komische Dokumentation über den Prozess der Wiederannäherung der Regisseurin Yang Yong-hi an ihren eigenen Vater. Als Tochter koreanischer Eltern ist sie in Japan aufgewachsen, wohin ihr Vater mit 15 Jahren während der japanischen Okkupation Koreas emigrierte. Nach der Besatzungszeit, der anschließenden Teilung Koreas und dem Koreakrieg verschrieb er sich in blinder Treue dem ultimativen Kampf für das kommunistische nordkoreanische Regime von Kim Il-sung und Kim Jong-il. Drei Söhne sandte er im Teenageralter zurück in ihr „Vaterland“, nach Pjöngjang, in die „Stadt der Revolution“. Die Regisseurin reist ihnen nach, um den radikalen politischen Entscheidungen ihres Vaters auf den Grund zu gehen, den nordkoreanischen Alltag und die Geschichte ihrer in zwei Welten und getrennt lebenden Familie aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten.

Do 19.30 Uhr Film
WDR-Dokwerkstatt<br>Premiere: Unser Land – Die Achtziger
Datum: Donnerstag, 26. Juli, 19:30 Uhr
Veranstalter: WRD
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

D 2018, 2 x 45‘, Blu-ray, Folge 1 (1980) und 2 (1981) der Reihe im WDR Fernsehen
Anschließend Gespräch mit Autoren, Produzenten und Redaktion

Nach dem Erfolg der Reihe „Unser Land – Die Siebziger“ taucht WDR Fernsehen ein in die Achtziger. Eine Dokumentation über jedes Jahr, von 1980 bis 1989.


Die 80er Jahre im Westen steckten voller neuer Ideen – mal schräg, mal revolutionär. Und es war ein stürmisches Jahrzehnt, voller Umbrüche – vom Kalten Krieg bis zum Mauerfall. Von Jane Fondas Leggins bis zu Lady Dianas Brautkleid mit Puffärmeln.


Die Filme zeigen, was die Menschen in Nordrhein-Westfalen bewegt und geprägt hat: Politische Entscheidungen, sportliche Triumphe, Wetter-Katastrophen, Erfindungen und die Musik der Zeit: Bunt, schrill und laut –von Brutto-Sozialprodukt bis 99 Luftballons. Vom Zauberwürfel zum Walkmen.