Di 15.30 Uhr Fortbildung
Thomas Struth: Die Konstruktion von Wirklichkeit
Datum: Dienstag, 18. Februar, 15:30 – 17:30 Uhr
Anmeldung bis: 14.02.2020
Reihe: MultiplikatorenProgramm
Referent: Björn Föll (Museumsschule) & Angelika von Tomaszewski (Museumsdienst Köln)
Veranstalter: Museumsdienst Köln
Zielgruppe: Lehrkräfte
Treffpunkt: Kasse

Detailreiche Fotografien, die mit Informationen gespickt zur verlangsamten Betrachtung einladen, sind das Markenzeichen des deutschen Fotografen Thomas Struth, dessen Werke auch im Museum Ludwig vertreten sind: Seine „nüchternen“ Bestandsaufnahmen von Straßenzügen sind häufig zentralperspektivisch aufgenommen und erhalten dadurch einen bühnenhaften Charakter. Seine ab Ende der 80er Jahre begonnenen, sorgsam arrangierten Gruppen- und Familienporträts können ästhetisch, psychologisch und soziologisch wahrgenommen werden. Diese Fortbildung widmet sich den formalen und inhaltlichen Aspekten von Struths Werk, erprobt methodische Zugänge und diskutiert Möglichkeiten der praktischen Annäherung.

Fach: Kunst, Sek II

Veranstaltung über den Museumsdienst buchen

Di 19.00 Uhr Gespräch
Bild und Gegenbild: Gesprächsrunde zur Sammlungspräsentation
Datum: Dienstag, 18. Februar, 19:00 Uhr
Preis: 2,50 €
1,50 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Flimforum NRW

Bild und Gegenbild: Gesprächsrunde zur Sammlungspräsentation Otto Mueller / Peter und Zsóka Nestler mit Tanja Pirsig-Marshall, André Raatzsch und Julia Friedrich. Moderation: Prasanna Oommen


Gegenüber von Otto Muellers Gemälde "Zwei Zigeunerinnen** mit Katze" (1926/27) ist bis zum März 2020 der Dokumentarfilm "Zigeuner** sein" (1970) von Peter und Zsóka Nestler installiert. Die Konfrontation von Bild und Gegenbild soll den exotisierenden Blick auf Sinti und Roma durchkreuzen, den westliche Gesellschaften über Jahrhunderte eingeübt haben. An diesem Abend wollen wir über Muellers Gemälde sprechen und es einordnen: in die Kunstgeschichte und in die Geschichte der europäischen Konstruktion einer Minderheit.


Tanja Pirsig-Marshall ist Kuratorin am LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster und Autorin des Werkverzeichnisses von Otto Mueller.

André Raatzsch ist Leiter des Referats Dokumentation am Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma.

Julia Friedrich ist Kuratorin am Museum Ludwig.



Eintritt: 2,50€/ 1,50€ ermäßigt

Vortrag in der Reihe KunstBewusst der Freunde des Wallraf-Richartz-Museum
und des Museum Ludwig e.V.


**Diese ras­sis­tische Fremd­bezeich­nung ver­mit­telt seit Jahrhun­derten neg­a­tive und ex­o­tisierende Stereo­type. Sie ist un­trenn­bar ver­bun­den mit der Aus­gren­zung, Vertrei­bung, Ver­fol­gung und Er­mor­dung von Sin­ti*zze und Rom*nja und schreibt ein diskri­minieren­des Men­schen­bild fort. Den­noch be­lassen wir sie im Werk­ti­tel. Als Mu­se­um kön­nen wir Werke nicht än­dern – eine ras­sis­tische Darstel­lung so wenig wie ei­nen ras­sis­tischen Ti­tel. Wir kön­nen auf die soziale Ge­walt und Un­ter­drück­ung, die Kunst­w­erke spiegeln oder selbst be­treiben, hin­weisen und sie in der Präsen­ta­tion sicht­bar machen. Peter und Zsó­ka Nestler setzen die Bezeich­nung 1970 be­wusst, um die Ge­walt aufzudeck­en, die darin steckt. Ihr Film be­gin­nt mit den Worten: "Die wir 'Zige­un­er' nen­nen, bezeich­nen sich als 'Ro­ma', das heißt 'Men­schen'. Viele von ih­nen bekom­men Angst, wenn sie das Wort 'Zige­un­er' hören. Sie fürcht­en, alles könne sich wieder­holen."

Bildnachweis: links) Otto Mueller, Zwei Zigeunerinnen** mit Katze,1926/27, Museum Ludwig, Köln, Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln. rechts) Szenenfoto: Zigeuner sein, BRD 1970, Regie: Peter Nestler (in Zusammenarbeit mit Zsóka Nestler) © Deutsche Kinemathek

Mi 16.30 Uhr Führung
Wade Guyton
Datum: Mittwoch, 19. Februar, 16:30 Uhr
Referent: Dr. Dorothea Goeser
Veranstalter: Arbeitskreis Wallraf-Richartz-Museum / Museum Ludwig
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kasse
So 13.00 Uhr kunst:dialoge
Kunst:Dialoge in der Wade Guyton Ausstellung
Datum: 23.02.2020 13.00 Uhr - 23.02.2020 15.00 Uhr
Reihe: kunst:dialoge
Veranstalter: Museum Ludwig
Zielgruppe: Alle
Treffpunkt: In der Ausstellung

Während der Wayde Guyton Ausstel­lung im ste­ht das Team der Kunst:Dialoge je­den Son­n­tag von 13–15 Uhr in der Ausstel­lung für Fra­gen aller Art und zum Ge­spräche über die Ausstellung.

So 16.00 Uhr Führung
Wade Guyton. Zwei Dekaden
Datum: Sonntag, 23. Februar, 16:00 Uhr
Preis: 2,00 €
Veranstalter: Museumsdienst Köln
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kasse
Mi 16.30 Uhr Führung
Wade Guyton
Datum: Mittwoch, 26. Februar, 16:30 Uhr
Referent: Dr. Dorothea Goeser
Veranstalter: Arbeitskreis Wallraf-Richartz-Museum / Museum Ludwig
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kasse
Do 19.00 Uhr Film
WDR-Dokwerkstatt<br>Russlands Milleniumskinder
Datum: Donnerstag, 27. Februar, 19:00 Uhr
Veranstalter: Filmforum NRW WDR
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

Deutschland 2019, 90‘, Ein Dokumentarfilm von Irene Langemann, Produktion: Lichtfilm, in Co-Produktion mit WDR und MDR; Redaktion: Jutta Krug (WDR) und Ulrich Brochhagen (MDR), gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW

Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es ein Gespräch mit dem Filmteam und einen kleinen Umtrunk, zu dem wir herzlich einladen.


Die Kinder, die an dem Tag und in der Zeit um die Jahrtausendwende geboren wurden, kennen nur den Ex-KGB Mann Wladimir Putin im Himmel der Macht. Doch ähnlich wie ihre Gleichaltrigen im Westen gehören sie zur Internetgeneration, haben Zugang zu Informationen, die in den staatlich gelenkten Medien Russlands keinen Platz haben. Wie denkt und fühlt die Generation-Putin? Wie möchte sie in dem scheinbar erstarkten, aber trotzdem unstabilen Land leben? Von St. Petersburg bis Ostsibirien begleitet der Film unterschiedliche Vertreter dieser Generation: Vom glühenden Verehrer Putins, der es für richtig hält, dass die staatlich gesteuerte Propaganda einen Mythos um den ewigen Herrscher erschaffen hat, bis zu einer leidenschaftlichen Aktivistin der Opposition, die Putin und seine Unterstützer für eine ‚kriminelle Bande‘ hält, die mit verbrecherischen Methoden Reichtum angehäuft hat und das Volk verarmen lässt.

Sa 15.00 Uhr Führung
Guided tour in English: Collection Highlights
Datum: Samstag, 29. Februar, 15:00 Uhr
Veranstalter: Museumsdienst Köln
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kasse
Sa 16.00 Uhr Führung
Blinky Palermo. Die gesamten Editionen. Schenkung Ulrich Reininghaus
Datum: Samstag, 29. Februar, 16:00 Uhr
Preis: 2,00 €
Veranstalter: Museumsdienst Köln
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kasse

Peter Heis­terkamp (1943–1977), der sich als Kün­stler nach dem Ma­fio­so Frank „Blinky“ Paler­mo nan­nte, ist bekan­nt für seine großen Stoff- und klei­nen Me­t­all­bilder, für seine Ob­jekte und Rau­mar­beit­en. Weniger bekan­nt, aber nicht min­der in­teres­sant sind Werke, die in Au­fla­gen er­schie­nen sind: Sieb- und Off­set­drucke, Litho­gra­fien, Ob­jekte und eine Sch­ablone zum Selb­st­malen. Sie spiegeln nicht nur Paler­mos En­twick­lung von den sechziger Jahren bis zu seinem frühen Tod 1977, son­dern zei­gen auch, wie der Kün­stler mit den Möglichkeit­en der Re­pro­duk­tion sein Werk be­wusst er­weit­ert hat. Dank ein­er Schenkung des Köl­n­er Samm­lers Ul­rich Rein­ing­haus be­sitzt das Mu­se­um Lud­wig seit 2018 sämtliche Edi­tio­nen Paler­mos. Sie wer­den jet­zt zum er­sten Mal präsen­tiert und wis­sen­schaftlich aufgear­beit­et.

Sa 20.00 Uhr Film
Die Sammlung Leo Schönecker – Ein Filmprogramm mit Filmen aus dem Archiv Schönecker<br>Jonas
Datum: Samstag, 29. Februar, 20:00 Uhr
Preis: 7,00 €
Karten an der Kinokasse
6,00 € (Ermäßigt)
Veranstalter: Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Zielgruppe: Erwachsene
Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig

Weitgehend unbekannt in der Öffentlichkeit existiert in Köln eine Filmsammlung, die hohen Wert auf die Qualität der enthaltenen Filme legt und einen weiten Überblick über das internationale Filmschaffen bietet. Seit Mitte der Fünfziger Jahre engagierte sich der Kölner Leo Schönecker nicht nur in Arbeitskreisen und Diskussionsrunden zu filmthematischen Fragen, sondern er begann, selbst Filme zu sammeln, vorzuführen und zu verleihen. Seine Sammlung wurde bis zu seinem Tod im Jahr 2013 beständig fortgeführt und erweitert. Unter Filmkennern und Kuratoren war die Sammlung bekannt, gerne griff man auf die Bestände dort zurück. Insgesamt enthält das Archiv rund 1.200 Filmtitel. Nun ist es an der Zeit, diese Kostbarkeit öffentlich vorzuzeigen.

Die Filme liegen sämtlich in analoger Form vor, meistens im Format 16mm, etliche im Format 35mm. In den Kinos hat unterdessen seit einigen Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten. Eine Vorführung von „richtigem“ Zelluloid hat inzwischen Ereignischarakter. Bei der Vorführung von Zelluloid gibt es Artefakte, die jede Kopie einzigartig machen. Es sind diese Gebrauchsspuren wie Schmutzpartikel, Kratzer, Bildstandsbewegungen etc. In jede Filmkopie ist somit auch die Geschichte ihrer Aufführungen mit eingeschrieben. Auch diesen Aspekt wollen wir vorstellen und die Vor- und Nachteile digitaler und analoger Vorführungen sichtbar machen.

BRD 1957, 81‘, 16mm, R: Ottomar Domnick

In einer anonymen Stadt der fünfziger Jahre lebt der Einzelgänger und Druckereiarbeiter Jonas. Schuldgefühle aus dem Zweiten Weltkrieg quälen ihn, denn auf der Flucht aus dem Internierungslager hat er seinen verwundeten Kameraden im Stich gelassen, um sich selbst zu retten. Auch die Verkäuferin Nanni, die Jonas Gefühle und Zuneigung entgegenbringt, kann ihn nicht aus seiner seelischen Ausweglosigkeit befreien. Er bleibt gefangen in seinen Angstträumen, die sich in der Kälte der Großstadtkulisse widerspiegeln.


Der Kunstsammler und Psychoanalytiker Ottomar Domnick charakterisiert die Gefühlswelt der Hauptfigur nicht nur mit kontrastreichen, geometrisierenden Schwarz-Weißbildern, sondern auch mit dem Einsatz der experimentellen Musik von Winfried Zillig. Lediglich die „Liberian Suite“ von Duke Ellington schlägt manchmal beruhigendere, hoffnungsvolle Töne an.


In seiner neuartigen und irritierenden Filmsprache setzt sich JONAS kritisch mit der Ästhetik des 50er Jahre Kinos auseinander und ist leider bis heute wenig bekannt als Vorläufer des Neuen Deutschen Films.

Eine Veranstaltung von Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Vorbestellung und Information unter joachim.steinigeweg@email.de
www.filmarchiv-schoenecker.de