Candida Höfer, Kino im Museum Ludwig Köln II, 2006

Filmforum

Through a na­tion­wide unique mod­el of a fo­rum that tran­s­cends the ci­ty boun­daries, a col­lab­o­ra­tive of nine part­n­ers has op­er­at­ed the Mu­se­um Lud­wig’s au­di­to­ri­um since 2006.

Join­ing forces in col­lab­o­ra­tion, th­ese found­ing mem­bers of the Film­fo­rum rep­re­sent the en­tire cin­e­mat­ic spec­trum, from film pro­mot­ers and pro­duc­ers to film­mak­ers, ed­u­ca­tors, and en­thu­si­asts. Among them are the Film­s­tif­tung NRW, the SK Stif­tung Kul­tur, the West­deutsche Rund­funk (WDR), the ifs in­ter­na­tio­nale film­schule köln, the film & fernseh pro­duzen­ten­ver­band nrw e.v., Köl­n­Musik GmbH, as well as the in­de­pen­dent film-scene coali­tion “Ki­noAk­tiv” and the Mu­se­um Lud­wig/Ci­ty of Cologne. Nu­mer­ous the­mat­ic pro­gram se­ries, film fes­ti­vals and pre­mieres, as well as lec­tures and dis­cus­sions have found a venue at the Film­fo­rum. The in­di­vi­d­u­al part­n­ers them­selves are re­spon­si­ble for the con­tent and fi­nanc­ing of all the events. To­gether they have suc­ceed­ed in estab­lish­ing the Film­fo­rum as a site for film his­to­ry and con­tem­po­rary film cul­ture, filling a gap in the cin­e­ma land­s­cape of Cologne.

For fur­ther in­for­ma­tion on this and all other pro­grams please vis­it: www.film­fo­rum­n­rw.de

Tick­ets for all events may be purchased at the door. No ad­vance book­ing. The Film­form of­fers in­duc­tion loops for the hear­ing im­paired and is wheelchair ac­ces­si­ble.

Film­fo­rum at the Mu­se­um Lud­wig

En­trance lo­cat­ed on the rear side of the Mu­se­um Lud­wig
Bis­chofs­garten­s­traße 1, 50667 Köln
E-Mail: in­fofilm­fo­rum­n­rw.de

Fri 19.00 h Film
Date: Freitag, 19. Februar, 19:00 Uhr
Price: 7,00 €
Karten an der Kinokasse
6,00 € (Discounted)
Promoter: Museum Ludwig
Audience: Erwachsene
Meeting point: Kino im Museum Ludwig

USA 1963, 80‘, 16mm, R: Andy Warhol

In Warhols camper Parodie eines Genrefilms werden bekannte Vorstellungen von Männlichkeit verdreht und das Motiv des Wolfkindes in den Großstadtdschungel Los Angeles verlegt. Der Dichter, Schauspieler und Filmemacher Taylor Mead, der als Underground Filmstar bekannt wurde, spielt einen schmächtigen, komischen Tarzan. Dem stumm gedrehten Film fügte Mead Audiokommentare und einen Soundtrack hinzu. Die Filmemacherin Naomi Levine verkörpert Jane, die sich später in einen Hund verwandelt. In dem Film werden stereotype Erzählungen des Hollywood Kinos verkehrt und Narration mit der Ästhetik des Home Movies und der Offenlegung der szenischen Filmpraxis dekonstruiert.

Sat 20.00 h Film
Die Sammlung Leo Schönecker – Ein Filmprogramm mit Filmen aus dem Archiv Schönecker<br>Tagebuch eines Landpfarrers
Date: Samstag, 20. Februar, 20:00 Uhr
Price: 7,00 €
Karten an der Kinokasse
6,00 € (Discounted)
Promoter: Museum Ludwig Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Audience: Erwachsene
Meeting point: Kino im Museum Ludwig

Weitgehend unbekannt in der Öffentlichkeit existiert in Köln eine Filmsammlung, die hohen Wert auf die Qualität der enthaltenen Filme legt und einen weiten Überblick über das internationale Filmschaffen bietet. Seit Mitte der Fünfziger Jahre engagierte sich der Kölner Leo Schönecker nicht nur in Arbeitskreisen und Diskussionsrunden zu filmthematischen Fragen, sondern er begann, selbst Filme zu sammeln, vorzuführen und zu verleihen. Seine Sammlung wurde bis zu seinem Tod im Jahr 2013 beständig fortgeführt und erweitert. Unter Filmkennern und Kuratoren war die Sammlung bekannt, gerne griff man auf die Bestände dort zurück. Insgesamt enthält das Archiv rund 1.200 Filmtitel. Nun ist es an der Zeit, diese Kostbarkeit öffentlich vorzuzeigen.

Die Filme liegen sämtlich in analoger Form vor, meistens im Format 16mm, etliche im Format 35mm. In den Kinos hat unterdessen seit einigen Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten. Eine Vorführung von „richtigem“ Zelluloid hat inzwischen Ereignischarakter. Bei der Vorführung von Zelluloid gibt es Artefakte, die jede Kopie einzigartig machen. Es sind diese Gebrauchsspuren wie Schmutzpartikel, Kratzer, Bildstandsbewegungen etc. In jede Filmkopie ist somit auch die Geschichte ihrer Aufführungen mit eingeschrieben. Auch diesen Aspekt wollen wir vorstellen und die Vor- und Nachteile digitaler und analoger Vorführungen sichtbar machen.

F 1951, 115‘, 16mm, dt. Fassung, R: Robert Bresson

Ein junger kränklicher Pfarrer tritt seinen Dienst in einer armen nordfranzösischen Landgemeinde an. Er ist fest entschlossen, die Bewohner zu ihrem Glauben zurückzuführen. Doch die Bauern und auch die ansässige gräfliche Familie begegnen dem Geistlichen mit Misstrauen und Feindseligkeit. Zudem wird der junge Pfarrer immer wieder von unerträglichen Schmerzen gequält, die scheinbar von seiner asketischen Ernährung herrühren. Voller Furcht und Selbstzweifel flüchtet er sich in die Niederschrift seines Tagebuchs, in dem er seine Gedanken und Betrachtungen notiert. Dieser Text, der auf dem gleichnamigen Roman von Georges Bernanos basiert, dominiert als Voice-over den sparsam inszenierten Film. Bresson fand hier zu seinem einzigartigen Stil, durch eine distanzierte Betrachtung und das Mittel der Repetition Emotionen und Empathie beim Zuschauer zu schüren.
„Tagebuch eines Landpfarrers“ erhielt 1951 den Großen Preis der Jury bei den Filmfestspielen in Venedig.

Eine Veranstaltung von Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg
Vorbestellung und Information unter joachim.steinigeweg@email.de
www.filmarchiv-schoenecker.de